SCHULEN & INSTITUTIONEN

Der Lebensretter Song als abwechslungsreiches Lehrmaterial

Laienreanimation im Schulunterricht

Leben retten ist kinderleicht: Jede:r kann es lernen und man kann nichts falsch machen!

Ab dem Schuljahr 2026/27 werden Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 9 verpflichtend in Laienreanimation ausgebildet. So können schon junge Menschen frühzeitig mit dem lebensrettenden Schema „Prüfen, Rufen, Drücken“ vertraut gemacht und ihre Handlungssicherheit im Notfall gestärkt werden.

Hintergrund ist, dass die Überlebenschancen nach einem Herz-Kreislaufstillstand stark davon abhängen, ob innerhalb der ersten Minuten mit der Herzdruckmassage begonnen wird. Da der Rettungsdienst häufig erst später eintrifft, sind es oft Laien, die als Erste helfen können. Schätzungsweise könnten bis zu 10.000 Menschenleben mehr jedes Jahr allein in Deutschland gerettet werden.

Internationale und nationale Fachgesellschaften wie der European Resuscitation Council (ERC) und der German Resuscitation Council (GRC) empfehlen daher ausdrücklich, Wiederbelebungsmaßnahmen bereits im schulischen Kontext zu vermitteln. Schulen erreichen alle Kinder und Jugendlichen systematisch und leisten so einen wichtigen Beitrag, lebensrettendes Wissen dauerhaft in der Gesellschaft zu verankern.

Die Vermittlung grundlegender Maßnahmen der Laienreanimation stärkt nicht nur praktische Kompetenzen, sondern auch Verantwortungsbewusstsein und Selbstwirksamkeit. Sie unterstützt Schülerinnen und Schüler dabei, im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben – und trägt langfristig dazu bei, die Laienreanimationsquote und damit die Überlebenschancen von Betroffenen zu erhöhen.

Wie hilft der Song beim Lernen?

Musik kann das Lernen in vielerlei Hinsicht bereichern. Besonders Lernsongs, in denen konkrete Lerninhalte als Songtexte verpackt und mit einer eingängigen Melodie verbunden sind, nutzen grundlegende Mechanismen unseres Gehirns, die beim Lernen und Erinnern eine große Rolle spielen: Melodie, Reim und Rhythmus schaffen Muster und fungieren als Gedächtnisanker, die das Abrufen von Informationen erleichtern. Zahlreiche Studien zeigen, dass musikalische „Mnemonics“ oder Ansätze wie das „Melodic Learning“ – also Lernhilfen auf Basis von Musik – beim Behalten von Informationen effektiver sein können als rein gesprochene Inhalte. 

Daneben aktiviert Musik auch emotionale Ebenen im Gehirn, was durch Verknüpfung mit den entsprechenden Lerninhalten ebenfalls zu gesteigerter Motivation und verbesserter Erinnerung beitragen kann.

Wie darf der Song genutzt werden?

Der Lebensretter Song ist dafür gemacht, gehört und weitergetragen zu werden. Wir freuen uns über jede Schule, Initiative oder Organisation, die ihn einsetzt, um das Thema Wiederbelebung und Laienreanimation sichtbarer zu machen.

Da der Song bei der GEMA gemeldet ist, gelten die üblichen urheberrechtlichen Bestimmungen für öffentliche Nutzungen. Besonders am Herzen liegt uns jedoch der gemeinnützige Einsatz – etwa in Schulen oder bei ehrenamtlichen, nicht gewinnorientierten Veranstaltungen. In vielen Fällen ist hier eine kostenfreie Nutzung sehr unkompliziert möglich.

Schreib uns einfach eine kurze Nachricht und wir melden uns schnellstmöglich mit allen wichtigen Infos bei dir.

Wie kann das Workbook im Unterricht eingesetzt werden?

Das Lebensretter-Workbook eignet sich als didaktisch sinnvolle Ergänzung zur praktischen Ausbildung in Laienreanimation. 

Es kann flexibel in Freiarbeitsphasen, Vertretungsstunden oder zur individuellen Vor- bzw. Nachbereitung der seit 2026/27 verpflichtenden Ausbildung in Laienreanimation von Schüler:innen selbstständig bearbeitet werden. Ebenso ist eine gemeinsame Bearbeitung im Klassenverband möglich. Daneben ist auch der Einsatz als Begleitheft in Erste-Hilfe-Kursen oder eine private Nutzung für alle Interessierten denkbar.

Zusätzliche Handreichungen mit Unterrichtsentwürfen für Lehrkräfte befinden sich aktuell in Ausarbeitung.

Weitere Informationen zu den Inhalten, Lösungsvorschlägen und Bestellmöglichkeiten des Workbooks findest du hier:

Wo bekomme ich weitere Unterstützung und CPR-Trainingspuppen zum Einsatz im Schulunterricht?

Hier empfehlen wir dir von Herzen, Kontakt mit lokalen Vereinen wie beispielsweise den Bergischen Lebensrettern in Solingen aufzunehmen. Kathrin, Bettina und Elke engagieren sich seit Jahren für die Implementierung und Förderung von Unterrichtseinheiten zur Laienreanimation an Schulen. Sie finanzieren mit ihrem gemeinnützigen Verein über externe Spenden und Sponsoren beispielsweise auch CPR-Trainingspuppen für Schulen und andere Institutionen und gestalten darüberhinaus Aktionen wie die Woche der Wiederbelebung in Solingen aktiv mit. 

Weitere hilfreiche Informationen findest du auch immer auf den Seiten des GRC (Deutscher Rat für Wiederbelebung).